Ausländische Vereine

 

„Der kleine Prinz“, der in fast 200 Sprachen und Dialekte übersetzt wurde, spricht zur ganzen Welt. Vereine, die sich oft um extrem bedürftige Menschen kümmern, haben den kleine Prinzen zu ihrem Emblem gemacht, um so besser zu signalisieren, dass sie sich mit der selben Zuneigung, wie derjenigen, die der kleine Prinz seiner Rose entgegen bringt, in den Dienst ihrer Mitmenschen stellen.

Das Krankenhaus Pequeño Príncipe

„Es galt auf einem Stern, einem Planeten, auf dem meinigen, hier auf der Erde, einen kleinen Prinzen zu trösten! Ich nahm ihn in die Arme. Ich wiegte ihn.“ „Ich habe immer gedacht, dass alle Kinder wie kleine Prinzen und Prinzessinnen behandelt werden sollten“, so Ety Goncalves da Conceiçã Forte, Präsidentin des dem Krankenhaus angegliederten Kinderschutzvereins.

Der kleine Prinz ist für seine Rose verantwortlich, wir sind für unsere kleinen Prinzen verantwortlich, das ist die Devise des brasilianischen Krankenhauses Pequeño Príncipe.

Das Krankenhaus ist ein Ort für medizinische Versorgung, der Hoffnung, für Kultur und des Austausches mit den Kindern und ihren Familien.

Alles beginnt im Jahr 1919, als ein paar ehrenamtliche Ärzte und selbst ernannte Krankenschwestern, im brasilianischen Staat Parana eine Zweigstelle des Roten Kreuz gründen. In den 1930er Jahren wird das erste Gebäude des Kinderkrankenhauses eingeweiht. 1956 wird ein Kinderschutzverein im Krankenhaus Dr Raul Carneiro ins Leben gerufen, das ein paar Jahre später umbenannt wird in „Pequeño Príncipe“ (Der kleine Prinz).

In Brasilien leben heute 192 Menschen, von denen 69 Millionen unter 18 sind. Bei Kindern unter 6 Jahren liegt die Sterblichkeit bei 6 Todesfällen auf 1000 Einwohner (in Frankreich liegt sie bei 3,6 Todesfällen auf 1000 Einwohner.). Nur 75 % der brasilianischen Haushalte haben Zugang zum Gesundheitswesen. Somit ist das Krankenhaus Pequeño Principe, in dem rund 30 fachmedizinische Abteilungen untergebracht sind, eine Hoffnung für die Kinder und Jugendlichen unter 18 und ihre Familien. Das Krankenhaus arbeitet eng mit dem Forschungsinstitut Pelé zusammen – der ehemalige Fußballstar ist eine Referenz für alle Brasilianer und Pate des Instituts –und entwickelt Studien, die es ermöglichen sollen, die Krankheiten besser zu kennen und geeignete Behandlungsmethoden zu entwickeln. Allein in der Kardiologie werden 700 Operationen pro Jahr durchgeführt.

Das Krankenhaus ist eines der größten Krankenhäuser Südamerikas und seine Ausstrahlung geht weit über die Grenzen Brasiliens hinaus. Ein Krankenhausaufenthalt ist insbesondere für kleine Kinder eine schwere Belastung. Um den kleinen Patienten ihren Aufenthalt zu erleichtern bietet das Krankenhaus Räume für Spiele und kulturelle Aktivitäten mit Erziehern und Schauspielern, die die Kinder von ihrer Krankheit ablenken sollen.

Alle Behandlungen werden in Räumen durchgeführt, deren Einrichtung den Kindern Vertrauen schenken soll. Wenn sie ihr Krankenhauszimmer betreten, sollen sie das Gefühl haben, dass sie bei einem Freund zu Besuch sind. Ein dem Krankenhaus angegliederter Kinderschutzverein unterstützt die Entwicklungsprojekte. Viele Freiwillige handeln und helfen sowohl dem Personal als auch den Kindern und ihren Eltern. Jeder trägt zum Wohlbefinden des anderen auf allen Ebenen bei, trotz der Krankheit. „Zähmen“ erhält hier eine kollektive Bedeutung.

Das Krankenhaus plant, seine Erweiterung abzuschließen und neue Ausrüstungen für die Chirurgie, für Röntgenuntersuchungen und die Forschung zu erwerben. Ziel ist es, eine kostenlose, qualitativ hochwertige medizinische Behandlung für alle Kinder, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, zu anzubieten.

Kontakt:
Associação Hospitalar de Proteção à Infância Dr. Raul Carneiro
Rua Desembargador Motta, 1070 – CEP 80250-060 – Curitiba – PR – Brasil
Tél.: (41) 3310-1010, Fax (41) 3225-2291.

Mehr : http://www.pequenoprincipe.org.br

Spenden : http://www.doepequenoprincipe.org.br


Die Sterne des kleinen Prinzen

Russland 2007: Mit Hilfe der Erbengemeinschaft Succession Saint-Exupéry gründet Igor Schamraew „Die Sterne des kleinen Prinzen“, einen Verein der die Philosophie des kleinen Prinzen anwendet.

logo_etoiles_pp „Der kleine Prinz und Saint-Exupéry sind Symbole, die Menschen in Projekten vereinen, die unsere Welt besser, schöner und gerechter machen können“, so der Präsident des Vereins. „Die Philosophie der ›Bindungen‹, die dem Piloten und Schriftsteller am Herzen liegt, bestimmt alle Projekte. Wir sind überzeugt, dass in der gemeinsamen Aktion Bindungen zwischen zum Teil – aufgrund ihrer sozialen Herkunft oder ihrer Kultur – ganz unterschiedlichen Menschen entstehen“, fügt Igor Schamraew hinzu. Der Verein ist in mehreren Bereichen aktiv tätig und kümmert sich u. a. um Waisenkinder aus sozial schwachen Familien. Im Waisenhaus von Woronesch hat der Verein eine Aktivität mit dem Titel „Die Gärten des kleinen Prinzen“ ins Leben gerufen. So wie der kleine Prinz, der sich um seinen Planeten kümmert, glaubt der Verein, dass auch wir den unsrigen, die Erde, schützen müssen. Umweltschutz ist somit ein weiteres Anliegen des Vereins. Dieser Aspekt wird bei der Auswahl von Partnern berücksichtigt. Das jüngste Beispiel für die Arbeit des Vereins: eine Kommunikationskampagne über die Gefahren von Chlor bei der Papierherstellung, die in Partnerschaft mit der russischen Filiale von Greenpeace und einem lokalen Papierhersteller durchgeführt wurde. Der Verein feiert den kleinen Burschen vom Planeten B 612 das ganze Jahr über. Nach dem Erscheinen des „Kleinen Prinzen“ in altaischer Sprache hat der Verein die Bücher in den zum Teil schwer zugänglichen Dörfern des Altai-Gebirges kostenlos verteilt. 2009 feierte der Verein den 50. Geburtstag der russischen Ausgabe des „Kleinen Prinzen“.

Mehr : http://www.lepetitprince.ru