Die Ausgaben des „Kleinen Prinzen“

Nachdem die englische Übersetzung des „Kleinen Prinzen“ noch während des Zweiten Weltkriegs in den USA zeitgleich mit dem Originaltext in Frankreich veröffentlicht worden war, gibt es bereits Ende der 1940er Jahre 40 ausländische Fassungen des „Kleinen Prinzen“. Heute kann man den „Kleinen Prinzen in rund 257 Sprachen und Dialekten lesen; in vielen Sprachen existieren sogar mehrere Übersetzungen.

Mit dem Roman „Der Fremde“ von Albert Camus ist „Der kleine Prinz“ das meist übersetzte Werke der Welt. Jedes Jahr kommen von Japan bis Südamerika neue Ausgaben des „Kleinen Prinzen“ in großen Auflagen auf den Markt (2007 allein 47 Ausgaben in Südkorea).

Der „Kleine Prinz“ wird in vom Aussterben bedrohte Minderheitensprachen übersetzt. So wurde in den letzten Jahren der Text beispielsweise ins Lappländische, ins Romani (die Sprache der Sinti und Roma) und ins Queschua übersetzt.

Der „Kleine Prinz“ ist ein idealer Text zum Erlernen einer Fremdsprache und wird als Unterrichtsmaterial in den Schulen vieler Länder, darunter Marokko und Japan eingesetzt. Zur Bekämpfung des Analphabetentums wurde eine Fassung in Tifinar für die Tuareg-Bevölkderung erstellt. Kürzlich wurde „Der kleine Prinz“ in die Khmer-Sprache Kambodschas übersetzt. 2005 wurde der Text ins Gomlek, die Sprache der Toba, einer im Norden Argentinien lebenden indigenen Bevölkerung übersetzt. Bis dahin gab es nur eine Übersetzung der Bibel in ihrer Sprache…