Neues vom kleinem Prinzen

Der Kleine Prinz – die TV Serie – ab 27. September wieder im Ki.Ka!


Das Warten hat endlich ein Ende! Ab dem 27. September strahlt der Ki.Ka, von Montag bis Freitag immer um 19 Uhr, die neuen Abenteuer der TV Serie „Der Kleine Prinz“ aus!

Es fängt mit den Wiederholungen der ersten 11 Planeten (23 Episoden) an, ab dem 20. Oktober wird Der Kleine Prinz dann die weiteren Planeten besuchen.

Jede Episode wird am folgenden Tag um 11:15 Uhr wiederholt.

 

Viel Spaß und Gute Unterhaltung!


Der Kleine Prinz arsEdition Range


Bereits seit 2009 ist arsEdition mit einem großen und sehr erfolgreichen Programm zum Kleinen Prinzen auf dem Markt.

Eine ständige Erweiterung der Range durch neue Produkte sorgt für Abwechslung und macht den Kleinen Prinzen stets zum perfekten Begleiter, ob als Geschenk oder für sich selbst!


„Der Kleine Prinz – TV“ ist Preisträger 2012 des Goldenen Spatz in der Kategorie „Animation“!


Der WDR (Co-produzent der „Der Kleine Prinz“ TV-Serie) hat den Goldenen Spatz in der Kategorie „Animation“ gewonnen!

Dieser Award wird im Rahmen des Deutschen Kinder-Medien-Festivals verliehen und ist allen, die mit dem Kinderprogramm zu tun haben wohl bekannt.

Die besondere Idee hinter diesem Festival ist, dass die Preise von einer Kinderjury vergeben werden. Dazu schaut sich die Jury, bestehend aus 24 Kindern von 9 bis 13 Jahren, eine Woche lang alle teilnehmenden Sendungen / Programme an und kürt dann die Sieger.

Alle im Wettbewerb stehenden Vorführungen wurden in großen Kinos in Erfurt und Gera gezeigt.

In der Kategorie Animation hat sich die Jury für die TV-Serie Der Kleine Prinz entschieden! Dabei wurden insbesondere die sehr emotionale Erzählweise, sowie die absolut fantastische Animation gelobt und hervorgehoben.

„Der WDR ist sehr stolz auf diese Auszeichnung und das tolle Feedback der Kinder. Nicht nur die sehr guten Ratings, auch diese Auszeichnung beweist, dass die Kinder von der neuen TV Serie „Der Kleine Prinz“ absolut fasziniert sind“

Der Kleine Prinz trailer


Für Liebhaber schöner Schreibwaren…


… die Freunde der Fondation Antoine de Saint-Exupéry pour la jeunesse haben eine gute Nachricht. Die neue Paperblanks-Reihe kommt zum Monatsende in den Handel. Die Titelseite bildet ein Faksimile des Hauptkapitels von „Wind, Sand und Sterne“. Dieser berühmte Text ist in ein wunderschönes tiefes Blau eingebettet, das an die Nächte erinnert, die der Schriftsteller und Flieger in der Wüste verbracht hat.

Die Notizbücher – mit oder ohne Linien, im kleinen oder großen Format –, die in Kürze im Sortiment vieler Schreibwarenläden zu finden sind, werden zugunsten der Fondation Antoine de Saint-Exupéry pour la jeunesse verkauft und sind bereits jetzt online über La Boutique du Petit Prince erhältlich.


Der kleine Prinz drückt die Schulbank …


… in Italien! In vielen Ländern ist „Der kleine Prinz“ fester Bestandteil der Unterrichtsprogramme. Dies ist zum Beispiel in Frankreich, Brasilien und jetzt auch in Italien der Fall. Aufgrund ihrer klaren und einfachen Sprache und Satzstruktur sind die Dialoge für junge Leser leicht verständlich.
Die Schulbuchfassung des „Kleinen Prinzen“ mit einem 16-seitigen Beiheft, die wir Ihnen in Auszügen vorstellen, wurde vom Verlag Fabbri herausgegeben.
Haben auch Sie den „Kleinen Prinzen“ schon in der Schule gelesen?

 


„Der kleine Prinz“ geht unter die Haut


Sie alle sind Fans des „kleinen Prinzen“. Das Buch und seine Botschaft haben sie tief geprägt, und sie bringen dies durch ihre Tätowierungen zum Ausdruck: vom einfachen Zitat bis zur Reproduktion eine Aquarells von Saint-Exupéry.

Tätowierungen, die früher als eine marginale Erscheinung bei Individuen wahrgenommen wurden, mit denen man besser keinen Umgang haben sollte, sind nach und nach zu einer in allen Gesellschaftsschichten verbreiteten Praxis geworden. Dies kann man durch die Entwicklung der Mentalitäten oder auch durch den Umstand erklären, dass inzwischen viele Persönlichkeiten (Schauspieler, Sportler, Sänger) voller Stolz ihre Tätowierungen zeigen…

Eine alt überlieferte Kunst
Schaut man sich alte Zivilisationen an, so bemerkt man, dass Tätowierungen nicht nur ein bloßer Schmuck, sondern auch ein Mittel sind, gewisse nützliche Informationen zu zeigen, so zum Beispiel gewisse Heldentaten. Sie sind Zeichen für die Zugehörigkeit zu einer bestimmten soziale Schicht oder zeigen Schutztotems. Im 21. Jahrhundert sind Tätowierungen Merkmal des persönlichen Ausdrucks. Sie dienen u. a. dazu, auf die eigene Identität, Geschichte oder einen wichtigen Lebensabschnitt hinzuweisen.

Für einige von uns kann „Der kleine Prinz“ in der Tat einen solchen entscheidenden Moment im Leben darstellen. Die Lektüre dieses Buches hat uns aufgerüttelt, sie hat es uns ermöglicht, erwachsen zu werden, die Welt besser zu verstehen und sie in einem anderen Licht zu sehen. Dies ist eine unvergessliche Erfahrung. So versteht man, dass einige Menschen, in einer Tätowierung zeigen möchten, dass „Der kleine Prinz“ sie leitet, dass man ihn nicht verdrängen – und dass man keiner dieser „großen Leute“ werden sollte, die das Wesentliche vergessen. Sie öffnen die Tür eines Tätowierers und bitten ihn darum, ihnen ein Zitat aus dem Buch in die Haut zu tätowieren: eine Devise, eine Maxime oder eine einfache Erinnerung.

Sinnstiftende Aquarelle
Der Erfolg des „kleinen Prinzen“ ist auch auf die Aquarelle des Autors zurückzuführen, der seinen Text mit einfachen und suggestiven Zeichnungen bereichert hat, die an die magische und authentische Welt der Kindheit erinnern. Diese Bilder sind viel mehr als einfache Illustrationen: Sie sind eine Verlängerung der Worte des Autors, verstärken sie und verleihen ihnen eine visuelle Kraft. Die von Poesie und Intelligenz durchwobenen Zeichnungen werden für manche Menschen zu Ikonen eines für sie heiligen Textes. Über die Tätowierung können sie sich diese Zeichnungen zueigen machen, aber auch ihre Zuneigung für den kleinen Burschen von Antoine de Saint-Exupéry zum Ausdruck bringen bzw. sich zu der einen oder anderen Lehre bekennen.

Man kann lange über das „Warum“ einer Tätowierung sprechen. Wir haben daher beschlossen, eher unseren befreundeten Internauten das Wort zu erteilen, damit sie uns die Geschichte ihrer Tätowierung erzählen.

„Ich habe eine Tätowierung mit einem Motiv aus dem „kleinen Prinzen“ auf meinem Arm. Es stellt eine Rose unter einem Glassturz dar, die sie vor Kälte und dem Schaf, das sie fressen könnte, schützen soll. Der Text lautet: „Man sieht nur mit dem Herzen gut.“ Das Herz ist ein echtes Herz. Ich habe mich für dieses Motiv entschieden, um mich daran zu erinnern, dass ich lernen muss, das Wesen eines Menschen zu erkennen und dass ich mich nicht auf Äußerlichkeiten verlassen darf.“
Alexandra Becker

„Für mich ist ‚Der Kleine Prinz’‚ nicht nur die Geschichte dieses reinen Wesens, das Fragen stellt, ohne jemals auf eine dieser Fragen selbst eine Antwort zu geben. Es ist ein philosophisches Märchen, das uns daran erinnert, was wir in Bezug auf uns selbst vergessen könnten. Somit ist es ganz natürlich, dass der kleine Prinz in meine Haut eingraviert ist, so wie er es in meiner Seele ist. Ich habe die Zeichnung gewählt, die den kleinen Prinzen weinend darstellt, als er versteht, dass es Tausende von Rosen gibt, die seiner Rose gleichen, der Fuchs ihm jedoch erklärt, dass seine Rose einzigartig ist. Meine Tätowierung entspricht exakt der Zeichnung von Saint-Exupéry. Dennoch habe ich mir die Freiheit genommen, eine rote Rose hinzuzufügen. Dies ändert zugegebener Maßen die Botschaft der Zeichnung, doch wie könnte man sich den kleinen Prinzen ohne seine Rose tätowieren lassen? Das wäre grausam.

Dies erklärt, warum „Der kleine Prinz“ seit über 10 Jahren mein ständiger Begleiter ist…“  – Ange Virtuel

« Diese Tätowierung entstand im März 2009. Einige Monate zuvor (am 1. November 2008), hatten wir unseren Sohn Braegan kur vor Ende der Schwangerschaft verloren. Unter uns haben wir ihn immer den ‚kleinen Prinzen’ genannt. Um ihn für immer bei uns zu behalten, hat mein Mann sich sich den kleinen Prinzen auf die Brust tätowieren lassen. Hier hat er für immer seinen Platz, genauso wie er in unserem Herzen immer seinen Platz haben wird.“ –Delphine Wispelaere


„Ich habe mich zu der Tätowierung dieses Motivs aus einem ganz bestimmten Grund entschlossen. Sie wissen, dass Saint-Exupéry seine Zeichnungen anderen vorlegte, um sie zu testen. Ich zeige meine Tätowierung, um meine Mitmenschen zu testen. Das funktioniert sehr gut. Ich erfahre, was sie über das Buch denken. Wenn sie es gelesen haben, kann man schnell verstehen, welche Standpunkte sie zum Leben einnehmen. Das klappt ganz wunderbar!“  –Can

„Die Bedeutung der Tätowierung ist für mich mit der Zeichnung verbunden, die ich ausgewählt habe, und mit ihrer Platzierung auf meinem Körper. Ich habe eine Tätowierung des kleinen Prinzen auf dem Schulterblatt. Ich habe das Motiv gewählt, wo man ihn von hinten auf einem Stuhl sitzend in die Ferne blicken sieht. Da er sich auf dem Schulterblatt befindet und er von hinten gezeigt wird, sieht er in dieselbe Richtung wie ich. Somit ist er Zeuge meines Lebens.“  –Özgue Gülen


„Der kleine Prinz’ gehört zu meinen Lieblingsgeschichten. Er wurde mir auf Französisch, Hebräisch, Englisch und sogar auf Deutsch vorgelesen. Als Kind erkannte ich darin keinen tieferen Sinn, fühlte jedoch das ich irgendwie „vernetzt“ war. Dann wurde ich älter und als ich meine Freundin Anne-Cath kennen lernte, sie mir vertraut wurde, wurden mir die einzelnen Themen, die im „kleinen Prinzen“ angesprochen werden, bewusst, sodass ich mich erneut in ihn und seine Geschichte verliebte. Im Alter von 30 Jahren ließ ich eine einzige Tätowierung (bis jetzt zumindest) anfertigen, die für mich eine Hommage an eine von Schönheit und Traurigkeit erfüllte Kindheit sowie an eine Welt ist, die ich auch heute noch nicht ganz verstehe. Das von mir gewählte Motiv finde ich einfach wunderbar. Es zeigt den kleinen Prinzen weinend im Gras liegend, nachdem ihm bewusst wurde, dass die Blumen nichts für ihn bedeuten, da sie nicht seine Rose sind. Selbst wenn die Rose sehr egoistisch ist, so gilt seine Liebe ihr und ihrer kleinen Welt und nicht der Welt, in der er sich derzeit befindet. Es ist eine traurige Geschichte und doch voller Hoffnung, und das gefällt mir.“  – Patrick Shearer

„Im Alter von 18 Jahren ließ ich den Satz ‚Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast’ mit dem Motiv der Wüste und dem Stern, das auf der letzten Seite des Buchs zu finden ist, auf meinen linken Vorderarm tätowieren. In dem Moment, wo ich die Lektüre des ‚kleinen Prinzen’ in der Schule beendet hatte, wusste ich, dass das Buch mich verändert hatte und habe die Art und Weise, mit der ich die Welt sah und mich mit anderen Menschen austauschte geändert. Da wir oft umgezogen sind, ist es mir immer schwer gefallen, Freunde zu finden. Es ist schwer, Kontakte mit Menschen zu knüpfen, wenn Du in ein paar Monaten schon wieder wegziehst. Somit hatte ich niemals Freunde, die mir eine Stütze sein konnten. Ich habe jedoch den ‚kleinen Prinzen’ in meinem zweiten Jahr Englisch gelesen (damals war ich gerade 15 Jahre alt). Vor allem dieses Zitat ist mir unter die Haut gegangen und ließ mich mein Leben mit anderen Augen betrachten. Mir wurde klar, dass die wenigen Freunde, die ich hatte, eigentlich genial waren und mich für das schätzten, was ich war, obwohl sie es nicht immer leicht mit mir hatten. Ich sah mich in gewisser Weise als die Rose, und zum ersten Mal in meinem Leben war ich von Menschen umgeben, die ich mochte und die mich ihrerseits mochten. Durch den ‚kleinen Prinzen’ wurde mir klar, dass ich, da ich sie mir vertraut gemacht hatte, immer zu ihrem Leben gehören würde. Selbst dann, wenn ich wieder umzöge oder unsere Freundschaft einschliefe, würden sie sich an mich und ich mich an sie erinnern. Und ich würde glücklich sein, mich besser fühlen und lächeln, da ich sie in meiner Erinnerung habe. Meine Tätowierung sehe ich jeden Tag beim Aufstehen, und sie erinnert mich daran, dass ich geliebt werde und meinerseits liebe. (Ich trage mich übrigens mit dem Gedanken, eine weitere Tätowierung auf dem anderen Arm vornehmen zu lassen. Hierfür hab ich den Satz gewählt: ‚Man läuft Gefahr, ein bisschen zu weinen, wenn man sich hat zähmen lassen.’ Das Motiv: Fuchsbau. – Shelby Bolton

Une pratique ancestrale
Si l’on remonte aux plus anciennes civilisations, on se rend compte que le tatouage n’est pas un simple ornement mais aussi une façon d’afficher quelques informations utiles, tels certains exploits, la catégorie sociale ou encore le signe totémique protecteur. Au XXIe siècle également, celui qui se fait tatouer le fait par besoin de dire des choses le concernant, faire connaître son identité, son histoire, une étape importante de sa vie. Pour certains d’entre nous, le Petit Prince peut en effet représenter un tel moment crucial. Cette lecture nous a éveillés, elle nous a permis de grandir, de mieux comprendre le monde, de l’éclairer différemment. C’est une expérience inoubliable. On comprend alors que certains qui ont le goût du tatouage veuillent inscrire sur leur peau le fait que le message du Petit Prince les guide, et qu’il ne faut pas l’oublier – et devenir une de ces « grandes personnes » qui oublient l’essentiel. Ils poussent la porte d’un cabinet de tatouage et demandent qu’on leur appose sur la peau une citation du livre. C’est une devise, une maxime ou un simple souvenir.


RAFAEL: ZEICHNE MIR EINEN KLEINEN PRINZEN


Viele Künstler würdigen den „kleinen Prinzen“ in ihren Werken. Der 29-jährige Brasilianer Rafael Valle Barradas hat ihm bereits mehrere Zeichnungen gewidmet.

Rafael lebt in Pernambuco, ein Staat im Nordosten Brasiliens. Rafael ist ein junger, aktiver Mann und von Beruf Videospiel-Designer. Er war auf der Suche nach Illustrationen und Animationen für’s Fernsehen. Wie viele „große Leute“ hatte Rafael den „kleinen Prinzen“ als Kind gelesen. Kürzlich nahm er das Buch wieder zur Hand und hat seinen Blog sofort um ein paar neue, dem „kleinen Prinzen“ gewidmete Zeichnungen bereichert.

Zeichnungen, die zu uns sprechen 
Der Zeichner hatte seinen Spaß daran, den kleinen Prinzen auf seine Art und Weise, kindlich und modern zugleich, darzustellen. Die Zeichnung „Der kleine kleine Prinz“ zeigt ein „Kleinkind“, das arglos mit einer Rose spielt, deren Dornen dem Betrachter sofort ins Auge fallen. Die Arglosigkeit einer unschuldigen Liebe. Die Eltern, ein Pilot und eine um ihren Sohn besorgte Mutter, wollen ihm erklären, dass Dornen stechen. Liebe kann verletzten … Alle Zeichnungen sind ausdrucksstark, nehmen Bezug auf den Text von Antoine de Saint-Exupéry und lassen uns diesen in einem neuen Licht voller Emotionen und Erinnerungen erscheinen.
Für Rafael sind die Zeichnungen des Autors des „kleinen Prinzen“ perfekt und wunderbar dem Buch angepasst. Durch seine Zeichnungen möchte er als Künstler einen anderen Künstler würdigen. Rafael, der in den neuen Technologien arbeitet, hat zwar noch kein konkretes Projekt für den „kleinen Prinzen“, dafür bereits einige Ideen…
Das Buch und der Künstler
Bislang begnügt sich der Illustrator damit, auf seinem Blog Zeichnungen und Bildschirmhintergründe zu posten. Die Fabel von Antoine de Saint-Exupéry, so Rafael, berührt und lehrt den Leser. Rafaels Zeichnungen berühren uns durch die Reinheit der Gefühle des kleinen Prinzen für seine Rose. Der Erfolg des „kleinen Prinzen“ wird sich nie erschöpfen, da, so Rafael, „die Botschaft des Buches den Lesern gut tut“. Er wünscht sich, dass die Fabel von Antoine de Saint-Exupéry auch den künftigen Generationen „beim Erwachsenwerden helfen möge“. Rafael möchte mit 29 Jahren auf keinen Fall zu den „großen Leuten“, so wie sie im Buch beschrieben werden, gehören. Nachdem er die kürzlich in Brasilien erschienene Comic-Adaption entdeckt hat, hofft „das Kind in ihm“ heimlich auf das Erscheinen eines dem „kleinen Prinzen“ gewidmeten Videospiels.

Weitere Information finden Sie auf dem Blog von Rafael Valle Barradas   http://rvbar.wordpress.com


Michael Pätel: ein außergewöhnlicher Sammler


Diejenigen, die die Bekanntschaft unseres deutschen Freundes Michael Pätel machen, werden von seinem Französisch und seiner Freundlichkeit angetan sein. Wirklich außergewöhnlich jedoch ist seine Sammlung von über 2000 Exemplaren des „kleinen Prinzen“.

Michael Pätel lebt in der Nähe von Frankfurt. Seine Geschichte mit dem „kleinen Prinzen“ ist recht gewöhnlich: ein ideales Buch für den Sprachunterricht“, so Michael Pätel. Ferner vertraut er uns an, dass er mit der Fabel von Antoine de Saint-Exupéry begonnen hat, die Sprache Molières zu lernen. In seiner Bibliothek bewahrt er die französische und deutsche Ausgabe aus seiner Kindheit auf. Eines Tages, bei einer Mexikoreise, wird ihm eine spanische Ausgabe geschenkt. Dies ist der Beginn eines langen Abenteuers. Bei seiner Rückkehr nach Deutschland verschafft sich Michael Pätel die russische, griechische und italienische Ausgabe. „Aus Liebe zu Sprachen!“

Sie sind der Grundstein zu einer in der Welt einzigartigen Sammlung.
Michael Pätel liebt Sprachen, er ist neugierig und macht sich schließlich auf die Suche nach weiteren Ausgaben des „kleinen Prinzen“. Er vergleicht sie, sucht die sprachlichen Besonderheiten der einzelnen Fassungen, ist erstaunt, dass es so viele Alphabete gibt, stellt die neuen Illustrationen denen von Antoine de Saint-Exupéry gegenüber. Als er erfährt, dass es vier verschiedene Fassungen in Spanisch gibt, scheut Michael Pätel keine Mühen, um sich diese zu besorgen. Er möchte wissen ob „Bitte… zeichne mir ein Schaf!“ in Argentinien anders ausgedrückt wird als in Venezuela, Chili oder anderen spanischsprachigen Ländern. Michael Pätel ist darüber hinaus ein leidenschaftlicher Globetrotter. Jedes Mal, wenn er im Ausland ist, sucht er zunächst nach lokalen Ausgaben des „kleinen Prinzen“. Der Sammler beginnt, sich ferner für die Übersetzer zu interessieren und für das, was sie voneinander unterscheidet, für die Gründe, aus denen sie das eine oder andere Wort, diesen oder jenen Ausdruck der französischen Originalausgabe unterschiedlich übersetzen.
Die Sammlung wächst beständig. Heute zählt sie 2000 Exemplare und über 500 Aufnahmen des „kleinen Prinzen“. Über das Internet erfährt Michael Pätel, dass es andere Sammler in der ganzen Welt gibt. Er nimmt mit ihnen Kontakt auf, sie tauschen und geben sich Tipps, um sich fehlende Ausgaben zu besorgen. Sind Sie selbst ein Sammler und auf der Suche nach einer seltenen Ausgabe, so raten wir Ihnen, die Website von Michael Pätel zu durchforsten. Hier entdecken sie einen reichen und ungewöhnlichen Bestand. Achtung: Michael Pätel ist alles andere als der Geschäftsmann, dem der kleine Prinz begegnet. Die Sammlung ist vielmehr das Ergebnis einer Leidenschaft, des starken Wunsches „sich mit etwas vertraut zu machen“. Michael Pätel möchte sich zugleich mit verschiedenen Sprachen und dem kleinen Prinzen, der ihm ein Freund geworden ist, vertraut machen.

Entdecken Sie umgehend die Website von Michael Pätel.

Notre rencontre avec Michael Pätel en 2009

LOU LUBIE: die Laternenanzünderin


„Der kleine Prinz“ ist ein Klassiker, der Regisseure, Erzähler, Musiker, Comiczeichner, Choreografen … inspiriert! Jetzt auch Erfinder von Videospielen oder Game Designer. So auch die neunzehnjährige Lou Lubie, die Game Design studiert. Sie hat kürzlich ein Videospiel erfunden, das in der Welt des „kleinen Prinzen“ spielt.

. Sie erhielt als kleines Mädchen von ihrer Mutter, einer großen Bewunderin des „kleinen Prinzen“ ein Kassettenbuch. Auf’s Neue begegnet sich dem kleinen Kerlchen Antoine de Saint-Exupérys in der Schule, wo sie alle Aspekte der Geschichte unter die Lupe nehmen muss: „genau das richtige, um mich zu vergraulen“, erzählt Lou.

Verpasste Chance und Versöhnung
In der festen Überzeugung, dass das Schulbuch für sie nicht von Interesse ist, stellt sie es zu ihren übrigen Schulbüchern ins Regal. Um ihrer Mutter eine Freude zu machen, kauft sie 2008 die Comic-Adaption von Joann Sfar. Bevor sie das Buch einpackt, wirft sie einen Blick drauf. „Das war die große Versöhnung! Die Bilder sind ansprechend, im Comic verpackt, berühren mich die Worte plötzlich.“ Lou spürt die Einsamkeit des Piloten in der Wüste, seine Rührung bei der Begegnung mit dem merkwürdigen kleinen Kerlchen, den Zauber seiner Fantasiegeschichten, jedoch nicht ganz. Lou findet in ihrem Bücherregal das Buch von Antoine de Saint-Exupéry wieder und liest es in einem Stück durch. „Die Episoden bekamen einen Sinn, den ich niemals wahrgenommen hatte. Sicher musste ich erst erwachsen werden, um den tieferen Sinn zu verstehen.“

Das Spiel „Der Laternenanzünder“
Im Rahmen ihres Studiums muss Lou sich ein Videospiel ausdenken. Die Vorgabe ist strikt: „Kreieren Sie ein Schießspiel“. Lou hat bereits eine Idee: „Beweisen, dass eine Schießspiel nicht unbedingt gewalttätig sein muss, dass man auch ganz ohne Gewalt, in einer harmonischen Umgebung Spaß an einem Videospiel haben kann. Lou findet, das was sie sucht, auf dem berühmten Planeten des nicht weniger berühmten Laternenanzünders. Das Ergebnis ist erstaunlich: eine ansprechende Umgebung, ein subtiles Spiel, poetischer Reiz und eine große spielerische Herausforderung. Der Spieler wird zu einem Lichtstrahl in der Nacht. Was könnte ihm als Zielscheibe dienen? Es wird Nacht und Tropfen der Finsternis dringen in den Raum ein; der Mausklick des Spielers ist ein Funke, der die Finsternis bekämpft und die Tropfen vernichtet. Jedes Niveau endet mit dem Erscheinen einer Laterne, die wir anzünden müssen, bevor der erste Tropfen der Finsternis den Boden des Planeten erreicht. Das Spiel ist einfallsreich und stimmt träumerisch: ein Tropfen der Finsternis verschwindet und macht Platz für einen Musikton.

Ein kleines Mädchen ist dem kleinen Prinzen begegnet, und diese Begegnung war der Ausgangspunkt für ein entspannendes und poetisches Spiel.

Lou Lubie hat darüber hinaus einen Jugendroman geschrieben und einen Entwurf für ein Comic erarbeitet. Sie lädt Internauten in das erste „gezeichnete Forum“ ein, wo die Kommunikation nicht über Texte, sondern Zeichnungen erfolgt. Auf ihrer Website fand bereits ein solcher Austausch zum Thema „Der kleine Prinz“ statt.

Um das Laternenanzünder-Spiel zu spielen begeben sie sich in die Rubrik: „amuse-toi avec le petit prince“ („amüsiere dich mit dem kleinen Prinzen“). Besuchen Sie die Welt von Lou Lubie auf ihrer Website

 


HERVÉ MAGNIN: Therapeut und Sänger


Wie Antoine de Saint-Exupéry so ist auch Hervé Magnin ein in vielen Bereichen aktiver Mann. Er leitet ein Consultingfirma, ist Therapeut für kognitive und Verhaltenspsychotherapie und hat bereits mehrere Artikel über Psychologie veröffentlicht.

In seiner Jugend war Hervé alles andere als eine Leseratte. Anlässlich einer Kanadareise vor 25 Jahren schenkt eine Freundin ihm den „kleinen Prinzen“. Er liest das Buch und ist tief bewegt. Die Widmung „Für Léon Werth, als er noch ein Junge war“ berührt ihn. Er findet die literarische Erfindung faszinierend und entdeckt die Freude am Lesen.

Den „kleinen Prinzen“ zitieren

Hervé ist überzeugt, dass Bücher unsere Lebensqualität verbessern. Im Laufe der Jahre entdeckte, dass der kleine Prinz ihm ähnlich ist: „Wenn der kleine Prinz eine Frage stellt, stellt er sie so lange, bis er eine Antwort erhält“; dies trifft auch auf Hervé zu, der sich immerzu Fragen stellt. So auch, wenn er seine Bücher schreibt, in denen er der Frage nachgeht, wie man mit Unaufrichtigkeit umgehen soll. In Gesprächen mit Erwachsenen stellt er ihnen Fragen, ohne sich mit ihren hohlen, konventionellen oder dummen Antworten zufrieden zu geben. Für den Therapeuten ist der kleine Prinz zugleich Lehrer (in Bezug auf den Piloten) und Schüler (in Bezug auf den Fuchs). In seinen Büchern greift Hervé auf diese doppelte Persönlichkeit von Antoine de Saint-Exupérys Helden zurück.

In seinem Buch „Surmonter ses peurs“ („Angst überwinden“) stellt Hervé die Begegnung des kleinen Prinzen mit dem Fuchs als ein Meisterwerk der Kommunikation vor, in der gezeigt wird, dass die beste Therapie gegen Angst Liebe und Geduld sind: „Der erste Schritt ins Unbekannte muss klein sein, um zu erfahren, dass das, wovor man Angst hatte, nicht eintritt. Auf diese Weise wird der zweite Schritt ermöglicht. Dieser Bestätigungsschritt darf nur ganz wenig kleiner sein als der erste. Doch die gewonnene Sicherheit macht einen dritten Schritt und schließlich alle weiteren möglich …“ Diese Passage ist nicht mehr oder weniger als die erste Lektion des Fuchses. Das Vertrautmachen ist, so Hervé, eines der Grundprinzipien der Verhaltenswissenschaft.

„Für den Therapeuten ist der kleine Prinz zugleich Lehrer und Schüler“

Saint-Exupéry im Kopf
Psychotherapie ist nicht das einzige Betätigungsfeld Hervés. Er komponiert und schreibt Liedertexte, versucht sich in den bildenden Künsten und steht auf der Bühne. In seinen Aufführungen improvisiert er gern. Er hat einen ersten Roman und kürzlich ein Märchen mit dem Titel „ Der kleine Antoine“ schrieben, das Antoine de Saint-Exupéry gewidmet ist, „als er noch ein Junge war“. Es erzählt die Odyssee einen kleinen Jungen, der in der Natur verloren ist; seine Begegnungen mit Tieren, die zu ihm sprechen haben einen philosophischen Ansatz. Bittet man Hervé, seine Verbundenheit mit dem Werk Antoine de Saint-Exupérys zu erklären, antwortet er, dass es sinnstiftend und seiner Zeit weit voraus ist.

Hervé gehört zu den Menschen, die im „kleinen Prinzen“ und allgemeiner im Werk von Antoine de Saint-Exupéry eine vielfältige Bereicherung für ihre tägliche Beschäftigung finden und die das Gefühl haben, ihrem Leben einen Sinn zu geben, da sie sich unaufhörlich „auf andere einlassen“…

Sie finden alles über Hervés Lebensphilosophie auf seiner Internetseite.